Hans + Rosmarie Huldi
Grüezi!
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Aktuelles

 

Auf dieser Seite möchte ich immer wieder Neues zeigen. Mal solches, was sich gerade bei uns abspielt, mal solches, was uns gerade besonders viel Freude macht oder solches, was uns gerade beschäftigt. An den Anfang stelle ich meine alte Liebe, das...

...Modellfliegen

Schon als ganz kleiner, im Hinterthurgau auf einem sehr abgelegenen Bauernhof aufgewachsener Junge und vielleicht mit etwa 10 Jahren habe ich mein allererstes Segelflugmodell gebaut. Es war ein Baukasten von Jelmoli, das fertige Modell hatte eine Spannweite von gigantischen 60 cm - und natürlich keinerlei Steuerungsmöglichkeit. Ohne die geringste Ahnung von Flugmodellbau habe ich damals die Seidenpapierbespannung mit dermassen viel Spannlack eingestrichen, dass sich riesige und viel zu straff gespannte Dellen zwischen den Rippen bildeten. Ich fand das besonders schön... Mit diesem "Flieger" ging's dann in der bäuerlichen Nachbarschaft an kleine Hänge, wo ich ihn schwungvoll startete und meine Freude daran hatte, wie er mehr oder weniger schöne, aber immer kurze Flüge hinlegte. Ein mich dabei beobachtender und wie sich später herausstellen sollte erfahrener Modell- und sogar "richtiger" Segelflieger-Pilot sprach mich an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, Flugmodelle in einer Modellfluggruppe zu bauen und zu fliegen. Das war die erste Phase.

Natürlich hatte ich Lust und so kam's, dass ich meine ersten richtigen Flugmodelle im zarten Alter von vielleicht 10 bis 14 Jahren in der Modellfluggruppe Eschlkon TG - wohin ich wöchentlich mit dem Velo abends zum gemeinsamen Bauen hinfuhr - auf diese Welt gebracht habe. Damals haben wir unter Anleitung gelernt, wie Flugmodelle eben richtig gebaut werden. Es wurden selber Pläne gezeichnet, jede Rippe mit dem Laubsägeli ausgeschnitten und alles Teil für Teil gebaut und so beplankt und bespannt, dass die Flügelprofile auch die ihnen zugedachte Wirkung hatten. Da mir das nötige Geld fehlte, konnte ich mir keine der damals den höchsten Stand der Fernsteuerung darstellende Impuls-Radiosteuerung - ich erinnere mich noch gut, mit richtigen Radioröhren drin - leisten und mir blieb nichts anderes übrig, als Hochstarts mit Thermikbremse - das war eine Glimmschnur, welche nach velleicht fünf Minuten ein Gümmeli durchbrannte, welches das Höhenleitwerk in einen Winkel von etwa 45 Grad hochspringen und damit das Modell mehr oder weniger (un-)kontrolliert zu Bodenn sinken liess - oder ungesteuertes Fliegen am Hang mit allen damit verbundenen Risiken und ungezählten Ab- und Aufstiegen zu betreiben. Wir haben praktisch jedes Modell irgendwann mal von irgendeinem Baum heruntergeholt - oder überhaupt niemals mehr gefunden. Das war die zweite Phase.

In den frühen 80er Jahren glaubte ich, dass ich meine beiden damals im "richtigen" Alter stehenden Buben für's Modellfliegen begeistern könnte und baute einen Segelflieger mit etwa 120 cm Spannweite - und einer 2-Kanal-Fernsteuerung für Seite und Höhe. Damit ausgerüstet begaben wir uns an den Hirschberg ob Meistersrüte AI und starteten mit Gummiseil und erzielten schon recht passable Flüge. Nach ein paar Versuchen musste ich aber einigermassen geläutert zur Kenntnis nehmen, dass ich der Einzige der drei war, der sich auch nur halbwegs dafür interessierte und brach daraufhin die so hoffnungsvoll gestartete Übung ab. Das war die dritte Phase.

Und nun kommt das vierte Kapitel: Gerade so die ersten Pensionsjahre hinter mich gebracht und während 10 Jahren Golfspielen musste ich diesen für einen Rentner idealen Sport aufgeben. Was nun, wenn diese phantastische, anspruchsvolle und sehr gesunde Freizeitbeschäftigung wegfällt? Rosmarie kam dann auf die wunderbare Idee, mir auf Weihnachten ein Segelflugmodell zu schenken. Das war's! Inzwischen sind es sechs tolle Modelle mit 180 bis 320 cm Spannweite, Elektromotor-Antrieben (die einen sehr selbständig und unabhängig machen) und hochmodernen Fernsteueranlagen mit 2,4 GHz. Ich fliege nun im zweiten Jahr und gewinne nach einigen anfänglichen - und kostspieligen! - Crash's mehr und mehr Sicherheit. Die Flüge werden lang und länger, die Befriedigung gross und grösser! Ich freue mich auf alles, was noch kommen wird...

 

 

Flugmodelle Stand 2010:

Hinten Simprop Intention Elektro mit GFK-Rumpf und Styro-Abachi-Tragflächen, Spannweite 286 cm. Gesteuert mit Motor, Querruder, Wölbklappen, Seiten- und Höhenruder.

Mitte Multiplex Cularis aus Elapor mit GFK-Verstärkungen, Spannweite 261 cm. Gesteuert mit Motor, Querruder, Wölbklappen, Seiten- und Höhenruder

Vorn der "kleine" Multiplex Easy Glider Pro aus Elapor mit GFK-Verstärkungen, Spannweite 180 cm. Gesteuert mit Motor, Querruder, Seiten- und Höhenruder.

Auf dem "Pilotenstuhl" meine 8-Kanal-Fernsteuerung 2,4 GHz und darunter mein "Technik-Koffer" mit LiPo-Akkus, Ladegerät, Variometer, Werkzeugen und Hilfsmitteln.  

 

Beim Fliegen am Hirschberg ob Meistersrüte AI. Da lässt sich bei gutem Flugwetter stundenlang, sehr oft zusammen mit Fliegerkollegen das Fliegen, aber auch die Ruhe und die wunderbare Appenzeller Landschaft geniessen. Es verschafft einem ein unvergleichliches Hochgefühl, wenn ein Modell steigt und damit in der Lage ist, sehr lange Flüge zu absolvieren. Das Steigen bei stärkster Thermik kann oft dermassen heftig ausfallen, dass das Problem darin besteht, das Modell überhaupt wieder herunter zu bekommen. 

 

So sieht's heutzutage in der "Nase" eines modernen Elektro-Segelmodells aus. Von vorn nach hinten: Spinner mit im Segelflug selbsttätig zurückklappenden Propellerblättern, sehr kräftiger Elektromotor, Regelelektronik, LiPo-Akku mit sehr grosser Kapazität. Weiter hinten im Rumpf sind noch Senderakku und 8-Kanal-Empfänger, in den Flügeln Querruder- und Wölbklappenservo und unter dem LiPo-Akku die Servos für Seite und Höhe verbaut. Unmittelbar vor dem Start baue ich mein Variometer zusätzlich ein und werde damit per Funk ständig über Flughöhe, Spannung des Empfängerakku und - vor allem - darüber informiert, ob das Modell sinkt oder steigt.

 

Ein weiteres junges Pferd im Stall - und erst noch ein Bild von Segelflieger! Sein Name: Elipsoid Evolution von Reichard, ein ebenso wunderschöner wie eleganter Thermik-Elektrosegler mit 280 cm Spannweite. Gesteuert mit Motor, Quer-, Seiten- und Höhenruder. Und weil er nicht nur schön anzuschauen ist und sich phantastisch fliegen lässt, habe ich den Elipsoid gleich zweimal gebaut...

 

Gegen Ende des vergangenen Jahres mit dem Bau begonnen ist mein toller Novus Thermik von FVK nun auch bereits geflogen. Wie der Elipsoid von Reichard ein wunderschöner und nicht minder eleganter Thermikschnüffler. Er verfügt über eine Spannweite von 320 cm und ist damit mein bislang grösster Flieger. Gesteuert mit Motor, Seitenruder, Höhenruder, Querruder und für hoffentlich butterweiche Landungen Wölbklappen.

Detailliertere Daten meiner Flugmodelle kannst Du hier abrufen.


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